Jesuiten in Mannheim

Jesuiten in Mannheim

Im 18. Jahrhundert kamen die Jesuiten auf Wunsch der Kurfürsten erstmals nach Mannheim. Sie waren die Seelsorger in der Jesuitenkirche, leiteten das Jesuitenkolleg (Gymnasium) und bauten eine Sternwarte auf. Mit der Aufhebung des Ordens 1773 gingen die Jesuiten auch von Mannheim weg.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen die Jesuiten neu nach Mannheim. Bis heute sind sie in ganz unterschiedlichen Feldern in der Seelsorge tätig. Zurzeit leben in Mannheim acht Jesuiten, in Ludwigshafen weitere vier.

Der Jesuitenorden

Die Jesuiten sind ein Männerorden der katholischen Kirche, weltweit verbreitet und zentral geleitet. Jesuiten haben keine monastische (mönchische) Lebensweise, also auch kein Ordensgewand, kein gemeinsames Chorgebet, keine klösterliche Lebensordnung. Sie sind ganz auf Seelsorge ausgerichtet und leben meist in Kommunitäten zusammen. Sie geloben die Ordensgelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam. Durch ein besonderes Gehorsamsgelübde binden sie sich an den Papst und lassen sich von ihm aussenden.

Weltweit gibt es etwa 18.000 Jesuiten, von denen die meisten Priester sind. Die wichtigsten Aktivitäten sind Schulen und Hochschulen, Seelsorge in verschiedenen Formen, Einsatz in sozialen Fragen, interreligiöser und interkultureller Dialog.

letzte Aktualisierung am 15.03.2016